Start in einem Pegnitzer Gasthaus

Am 25. Februar 1966 wurde im Pegnitzer Gasthof Ponfick die ASB-Kolonne Pegnitz gegründet. Es waren 14 Gründungsmitglieder, die den vorläufigen Vorstand bestimmten.

Erste-Hilfe-Kurse standen in der Region (wie hier in Forchheim) von Anfang an im Mittelpunkt.

Den Vorsitz übernahm Johann Strömsdörfer, Schriftführerin und Kassier wurde Selma Strömsdörfer und die Technische Leitung lag bei Adolf Paulsen. Gäste bei der Gründung waren: Landesleiter Hans Hübschmann aus Schweinfurt, der Technische Leiter Richard Braun aus Lauf, der 1. Vorstand Hans Raum von der ASB-Kolonne Lauf, die Vorstandschaft aus Auerbach sowie einige geladene Gäste.

Am 10.12.1966 fand die erste Jahreshauptversammlung mit nun 80 aktiven Mitgliedern statt. Im Rahmen dieser Versammlung wurde die erste neue Vorstandschaft gewählt. Als 1. Vorstand wurde Johann Strömsdörfer im Amt bestätigt. Technischer Leiter wurde Josef Prell, Schriftführer und 2. Vorstand Fritz Schmidt; Kassier blieb Selma Strömsdörfer. Als Beisitzer wurden Anni Prell und Klaus Hoth gewählt.

Die ersten zehn Jahre

Durch die Gründung des ASB Pegnitz entwickelten sich in den Folgejahren um 1970 mehrere Stützpunkte in der Umgebung. 1967 wurde der erste grüne Sanitätskraftwagen in Pegnitz stationiert. 1969 wurde ein zweiter Wagen neu angeschafft. 1972 wurde im alten Krankenhaus ein Zimmer als Materialdepot und Ausbildungsraum angemietet. 1973 wurde vom Bundesgrenzschutz ein Küchenwagen übernommen, der bei verschiedenen Veranstaltungen eingesetzt wurde. 1975 erfolgte ein Zusammenschluß der Kolonnen Pegnitz und Püttlach. Als Hauptaufgaben entwickelten sich die Ausbildung von Mitgliedern und Bevölkerung, sowie die Sanitätsbetreuung von Sportplätzen und Großveranstaltungen. Außerdem stieg man in die Altkleider- und Altpapiersammlung ein.

Seit 1968 war der ASB auch im erweiterten Katastrophenschutz eingebunden und seit 1976 arbeitete man im direkten Katastrophenschutz mit. 1974 wurde der Sanitätskraftwagen nach Gräfenberg verlegt, da Rettungseinsätze mit hauptamtlichem Personal gefahren werden mussten und dies mit den ehrenamtlichen Kräften in Pegnitz nicht zu meistern war.

Die Jahre von 1976 bis 1996

Da es mit ehrenamtlichen Mitgliedern nicht möglich war den Rettungsdienst zu stemmen (dieser wurde dan vom BRK in Pegnitz übernommen), suchte man andere Aufgaben. Man wurde fündig in der Breitenausbildung, in den Altpapier und Altkleidersammlungen und in verschiedenen Hilfsaktionen. Hierbei stand die groß aufgezogene Polenhilfe 1982 im Vordergrund.

Mit örtlichen und überregionalen Hilfskräften sammelte man in großen Mengen Geld- und Sachspenden. Es wurden weit über 200.000 D-Mark gespendet. Allein aus dem Raum Pegnitz kamen fast 50.000 Mark zusammen. Davon wurden 32.000 Mark in Lebensmittel umgesetzt. Der ASB Pegnitz als Motor dieser Aktion spendete alleine 7500 Mark.

In den folgenden Jahren baute man einen Bauwagen zu einer Losbude um. Diese wurde bei vielen Festen und Kirchweihen eingesetzt und war bis 2014 das Aushängeschild des ASB Pegnitz. Außerdem investierte man in die Breitenausbildung und unterstützte finanziell heimische Organisationen wie Diakonie, Caritas, Schulen und Kindergärten.

1996 bis heute

Nach einem Missmanagement beim Landesverband, das in erster Linie auf ein überteuertes Hotelprojekt in Behringersmühle zurückzuführen war, gründeten die Mitglieder des ASB Pegnitz und Bayreuth im Jahr 2000 einen eigenständigen Ortsverband der den Namen „Arbeiter-Samariter-Bund Pegnitz-Bayreuth e.V." bekam. Die neue Organisation war nicht mehr dem Landesverband untergliedert und startete mit 700 Mitgliedern. Im Laufe der Jahre wurden die Macher des ASB älter und waren nicht mehr so umtriebig wie in den ersten Jahren. Somit sank die Zahl der Aktiven von anfänglich 80 auf heute nur noch knapp 15 Mitglieder.

2014 übernahm eine jüngere Führungscrew den Verein. Die neue Ausrichtung ist weiterhin ehrenamtlich; die neuen Aufgabengebiete sind nun Besuchshundedienst und der Aufbau einer Rettungshundestaffel. Für die Erste-Hilfe-Breitenausbildung ist wieder ein Ausbilder vor Ort tätig und erstmals wurde eine ständige Rumänienhilfe ins Programm aufgenommen